Im Zentrum steht das vermeintliche Spannungsverhltnis von sprachlicher Norm und Variation in der Frhen Neuzeit, welches mithilfe frhneuzeitlicher Fremdsprachenlehrwerke beleuchtet wird. Zunchst erfolgt eine ausfhrliche Einordnung der frhneuzeitlichen Fremdsprachenlehrwerken als Quelle fr die historische Linguistik. Neben den Charakteristika der Quellen, steht vor allem die Frage nach der Authentizitt im Fokus. Quantitative sowie qualitative Studien zu zwei unterschiedlichen grammatischen Phnomenen (Dativ-e und werden-Futur) sowie Studien zum Sprachbewusstsein der Autoren auf unterschiedlichen Ebenen erffnen vllig neue Perspektiven auf die Frage nach Sprachnorm und Sprachgebrauch in der Frhen Neuzeit. Mithilfe dieser Studien kann schlie lich gezeigt werden, dass Variation ein elementarer Bestandteil der Lehrwerke ist und die Mehrheit der Autoren in ihren Werken Normenpluralitt abbilden.