Der vorliegende Band geht von der These aus, da Globalisierung kein rezentes Phnomen, sondern ein langanhaltender, sich ber mehrere Jahrhunderte erstreckender Proze ist, der sich in vier Phasen beschleunigter Globalisierung unterteilen l t und die Frhe Neuzeit der europischen Geschichtsschreibung ber die weltweit unterschiedlich divergierenden Modernen mit unserer Gegenwart in den ersten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts verbindet.Wir sollten gewi nicht damit aufhren, die Phnomene der Globalisierung aus dem Blickwinkel der konomie oder der Politik, des Finanzwesens oder der Rechtsprechung, der Medizin, der Geschichte oder der Geographie zu betrachten; aber wir sollten uns der Tatsache bewu t werden, da diese Perspektiven uns stets nur mehr oder minder begrenzte Ausschnitte und Ausblicke liefern, whrend uns die Literaturen der Welt ein Komplexitt nicht reduzierendes und Widersprchlichkeit nicht ausblendendes sinnliches Denken und Erleben dessen ermglichen, was das nur von vielen Logiken her zu verstehende Leben unseres Planeten und auf unserem Planeten ausmacht. Das Wissen der Literatur ist durch kein anderes ersetzbar: Es ist Wissen des Lebens vom Leben im Leben.